Aus dem Tagebuch von PHILANTHROPIE - Teil 1

03.03.2009


Mareike Emde aus dem Team Philanthropie von der Hochschule Bremerhaven schreibt über die Geburt des Projekts "Kleine Schritte":

Wie alles begann…

Ungefähr 40% der Kinder unter fünfzehn Jahren in der Stadt Bremerhaven sind auf Sozialhilfe angewiesen. Eine Zahl, die bei einer regionalen Arbeitslosenquote von knapp 16% nicht sehr verwundert. Kinderarmut bedeutet nicht nur finanzielle Not, sondern vielmehr Chancen- und Perspektivlosigkeit.

Nun stellt sich vielleicht die Frage: „Wie können Studenten des Kreuzfahrt-managements an der Hochschule Bremerhaven das Problem der Kinderarmut thematisieren und etwas bewegen?“

Im Rahmen des Fachs „Campus Outreach Project“ im Sommersemester 2008 hatten wir die Möglichkeit, über den universitären Tellerrand zu blicken. Abgesehen von regulären Lehrinhalten sollten Projekte bearbeitet werden, die der Universität oder ihrem näheren Umfeld zugute kommen.

Eigentlich war das „Philanthropie“ - Projekt dafür gedacht, das Spendenverhalten von Privatpersonen zu untersuchen. Demnach, ob man eher für die Betroffenen eines Tsunamis in Asien spenden würde, als für den Obdachlosen vor der eigenen Haustür. Das Thema Kinderarmut aber war im Mai letzten Jahres in den Medien so präsent wie nie zuvor. Der Grund, warum wir es für sinnvoll empfanden, den Inhalt unseres Projekts grundsätzlich zu ändern.

Nach einiger Recherche fanden sich zwei soziale Vereine, die sich mit den Bedürfnissen der von Armut betroffenen Kinder in Bremerhaven befassen. Die Kinderwohnung „Sonnenblume“ und der Verein „Rückenwind für Leher Kinder e.V.“ sind die ersten Partner unseres Projekts „Kleine Schritte“.

Mit der tatkräftigen Unterstützung und Beratung unseres Professors, hatten wir bereits Anfang Juli den Rektor der HS Bremerhaven mit im Boot. Die Finanzierung durch den Fachbereich war gesichert.

Die Deadline für unser Projekt überschnitt sich recht eindeutig mit der des ersten GENERATION-D Wettbewerbs. Und wer hätte gedacht, dass wir im November mit einer Urkunde in der Hand im Hotel Adlon auf der Bühne stehen würden?

Weitere Informationen zum Projekt gibt es hier.


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