Energy Island
Ist ein Leben ohne fossile Brennstoffe tatsächlich möglich?
So lautet die Ausgangsfrage, der sich das studentische Projektteam von Energy Island verschrieben hat. Kann mit der Umwelt-Technologie, die heute zur Verfügung steht, autarkes Leben verwirklicht werden?
Energy Island ist eine Initiative von Studenten der Zeppelin University Friedrichshafen, die sich mit dem Projekt bei GENERATION-D bewarben, und der Stadt Konstanz. Gemeinsam soll ein Versuch gewagt werden, der in seinen Ausmaßen einzigartig ist.

Eine Bodenseefähre wird Ende 2009 in Konstanz ausgemustert. Mit Hilfe von Unternehmen wird die ehemalige Autofähre "Fritz Arnold" in ein lebendes Labor umgebaut. Ohne ein Gramm CO2 auszustoßen, kann mit Hilfe von erneuerbarer Energie auf dem See gelernt und zusammen gelebt werden - für einige Stunden oder mehrere Tage.
Auf der ehemaligen Fähre begreifen Schüler und junge Erwachsene, wozu grüne Innovationen fähig sind. Die "Fritz Arnold" ist eine Plattform geworden, die ohne externe Stromversorgung fortbesteht. Im Obergeschoss der "Fritz Arnold" werden lokale und globale klimatische Prozesse genau erklärt. Dort ist auch die "Klimawerkstatt" angesiedelt, in deren Herzen die Funktionsweise aller im Schiff verbauter Technologien erläutert werden. Auf dem ehemaligen Transportdeck ist für alle sichtbar und zugänglich der Maschinenpark verbaut, der das Schiff am Leben erhält und sicherstellt, dass Wärme, Licht und Sicherheit vorhanden sind. Das ehemalige Passagierdeck verwandelt sich in Aufenthalts- und Schlafräume, die nach dem Passivhaus-Standard konstruiert sind.
So ist eine Bildungseinrichtung entstanden, die erneuerbare Energien nicht nur propagiert, sondern auch am "lebendigen Leib" zeigt, dass fossile Brennstoffe eines Tages überflüssig werden. Im Rahmen eines Didaktikkonzeptes, das Kinder faszinieren und Erwachsene überzeugen soll, ist das Ziel klar: Energy Island ist ein Bildungsprojekt: Moderne Technologien werden nur akzeptiert, wenn sie auch verstanden werden.
Alle reden über den Klimawandel. Alle reden über erneuerbare Energien. Energy Island legt schon mal los.
Mehr dazu siehe den SZ-Artikel "Hart am Wind" vom 4. Februar 2010 sowie die Webseite: www.energyisland.de



