Was hab' ich? Medizinstudenten übersetzen Befunde in eine verständliche Sprache
"In der flüssigkeitssensitiven Sequenz Nachweis
eines ausgeprägten Knochenmarködems an der ventralen Zirkumferenz des
Humeruskopfes." So schreibt es der Arzt im Befund einer MRT-Untersuchung.
Liest der Patient zu Hause diese Worte, um sich ein klares Bild seiner
Erkrankung zu machen, steht er vor einem echten Problem. Das Team von Was hab
ich? übersetzt Mediziner-Latein in Patienten-Deutsch. Auf ihrer Plattform bietet das Team eine bisher einmalige Anlaufstelle für
Patienten im Internet: Hier werden Befunde von Medizinstudenten in eine leicht
verständliche Sprache übersetzt – und zwar kostenlos. Das Studententeam wird
fachlich von über 40 Ärzten und zwei Psychologinnen unterstützt, insgesamt
engagieren sich bereits über 300 Mediziner ehrenamtlich für das Projekt.

Ziel des Projekts ist es, die Kommunikation zwischen Arzt und Patient zu verbessern. Der gut informierte Patient kann im Arzt-Gespräch gezielte Fragen stellen und sich aktiv und verantwortungsvoll an Therapie-Entscheidungen beteiligen. Von den Befund-Übersetzungen profitieren aber auch die Mediziner: Sie eignen sich neues Fachwissen an, stärken ihre Kommunikationsfähigkeiten und werden für einen guten Umgang mit den Patienten sensibilisiert. Gute Voraussetzungen also für einen erfolgreichen Berufsstart. Das positive Feedback der Patienten unterstreicht den spürbaren Nutzen von "Was hab' ich?". Knapp 3.000 Befunde wurden seit Beginn im Januar 2011 bereits übersetzt – pro Woche kommen mehr als 150 hinzu. Für die Zukunft möchte sich das Team von "Was hab' ich?" weiter professionalisieren, um den Fortbestand des Projekts nachhaltig zu sichern.
Webseite: www.washabich.de




