Dokumentation 2008
Hintergrund
Zu Beginn des Wettbewerbs, Anfang 2008, stellte sich die wirtschaftliche Lage in Deutschland und damit verbunden die Aussichten völlig anders dar als heute. In folgendem Kontext verankerten wir GENERATION-D damals thematisch:
"Deutschland hat nach wirtschaftlich schwierigen Zeiten den Sprung nach oben wieder geschafft. Die Investitionen steigen, der Export boomt, die Staatskasse füllt sich und die Sozialabgaben sinken. Diese Erfolge dürfen jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass noch viele weitere Herausforderungen bestehen. Deutschland ist möglicherweise dabei, sich in Gewinner und Verlierer aufzuspalten. Auf der einen Seite stehen die vom Aufschwung Profitierenden. Auf der anderen Seite bleibt so manchem die Chance zum Aufstieg verwehrt. Es droht eine Zweiklassengesellschaft, die unser Land vor große Probleme stellt. Die Menschen verlieren das Vertrauen in die sozialen Sicherungssysteme. Immer häufiger wird die Frage gestellt: Ist Deutschland noch sozial? Leben wir noch in einer sozialen Marktwirtschaft? Neben Rente, Wirtschaft und dem sozialem Zusammenleben unserer Gesellschaft ist auch der Umgang mit unserer Umwelt ein Thema, dem wir mehr Beachtung schenken müssen. Gerade vor dem Hintergrund, dass wir den kommenden Generationen eine weiterhin lebenswerte Welt hinterlassen wollen. Die Suche nach Antworten auf die globale Erwärmung, auf den verschwenderischen Verbrauch von Ressourcen oder den immer größer werdenden Unterschied zwischen Arm und Reich sollten wir nicht mehr aufschieben."
Unsere Themen
Diese Themenpakete hatten wir dann in der ersten Ausschreibung für GENERATION-D für Euch geschnürt. Die Fragen dienten dabei zur Anregung.
Arbeit & Wirtschaft
- Wie wandelt sich die Welt, in der wir arbeiten – und wie können wir unsere Arbeit (Arbeitsplatz, Arbeitsumfeld und Arbeitszeiten) anders bzw. besser organisieren?
- Wie sehen die Jobs der Zukunft aus? Wie lassen sich neue Arbeitsplätze schaffen?
- Wie lassen sich Unternehmen anders gestalten und führen? Wie können Unternehmen zur Balance zwischen Arbeit und Leben, Job und Familie beitragen?
- Wie kann man Wissen und Verständnis für unsere Wirtschaftsordnung,
die nachhaltigen und breiten Wohlstand sowie Teilhabe ermöglichen soll,
fördern?
Klima & Umwelt
- Was können wir gegen die Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlagen tun?
- Wie können wir das, was die Erde uns an Grundlagen für unser Wirtschaften bietet, durch lokale Veränderungen besser und verantwortungsvoller nutzen?
- Wie können große und kleine Unternehmen wachsen, neue Jobs schaffen und gleichzeitig Ressourcen schonen?
- Wie lassen sich die großen Klimaziele von Kyoto und Bali von jedem Einzelnen umsetzen?
Soziale Gesellschaft
- Was können wir gegen die wachsende Kluft in unserer Gesellschaft tun?
- Welchen Beitrag können etablierte oder neue Unternehmen dazu leisten, dass die Menschen am unteren Ende der Gesellschaft eine größere Chance haben?
- Wie lässt sich das Zusammenleben von Jung und Alt, von Arm und Reich, von Deutschen und Migranten in Städten und Gemeinden besser organisieren?
Mit Erfolg gestartet - Unsere Ergebnisse 2008
Unser Ziel ist es, junge Menschen zum Umdenken anzuregen und zum Mitanpacken zu motivieren. Wir wollten zeigen, dass nicht nur finanzstarke Unternehmen etwas verändern können, sondern dass dies für jeden Einzelnen möglich ist. Wir erwarteten dabei keine allumfassende Musterlösung, sondern wollten zeigen, dass auch kleine Ansätze viel verändern können.
99 Teams - das waren knapp 400 teilnehmende Studierende - haben mit ihren Ideen und Vorschlägen dazu beigetragen, Deutschland neue Perspektiven zu geben. Ein großartiger Start für unseren damals neuen Wettbewerb!
Einen Überblick über alle eingesendten Projekte gibt unsere Datenbank, die besten Einsendungen und die Sieger sind zudem hier ausführlicher dargestellt. Weitere Informationen zu den Einsendungen bietet auch unsere Auswertung.
Ein Gelungenes Wochenende - die Prämierung in Berlin
Vom 20.-22. November 2008 waren die elf Finalisten-Teams von GENERATION-D nach Berlin eingeladen, wo ein vielseitiges, interessantes Programm auf sie wartete: Die teilnehmenden Studentinnen und Studenten, die aus ganz Deutschland angereist waren, lernten in von Experten geleiteten Workshops das Handwerkszeug zur erfolgreichen Umsetzung ihrer Ideen. Dabei vernetzten sie sich sowohl mit potenziellen Mentoren als auch untereinander und fieberten dann zuletzt beim "Führungstreffen Wirtschaft" der Süddeutschen Zeitung im Hotel Adlon der Bekanntgabe der Gewinner entgegen.
Einen ausführlichen Bericht zur Prämierung findet Ihr in unserem Newsbereich.
Dokumente 2008
Auswertung der Einsendungen
Laudatio von SZ-Chefredakteur Hans Werner Kilz, 21. November 2008
Eröffnungsrede von Prof. Dr. Dieter Frey, 21. November 2008



