Dokumentation 2009
Hintergrund
Im Zeitraum der zweiten Ausschreibung von GENERATION-D steckte Deutschland in der schwersten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten. Banken taumelten, Unternehmen gingen pleite, die Krise erfasste unbekannte Firmen, ebenso wie die berühmten Namen der deutschen Wirtschaft. Immer mehr Menschen, die sich sicher wähnten, verloren ihre Jobs, gerade auch in der Mittelschicht, die seit jeher das Herz der deutschen Gesellschaft bildet. Das Vertrauen in die Soziale Marktwirtschaft, das schon während des Booms gelitten hatte, weil nur Teile der Gesellschaft davon profitiert haben, wurde durch die Krise weiter untergraben.
Vor dem Hintergrund, dass diese Entwicklung das Land und den Staat lähmt, riefen wir wieder alle Studierenden in Deutschland dazu auf, sich mit kreativen und nachhaltigen Ideen für Projekte und Initiativen für Deutschland zu engagieren und den Herausforderungen unserer Zeit zu stellen: Die Welt des Arbeitens und der Wirtschaft wird sich dramatisch verändern. Und die Politik allein wird diese Aufgabe nicht bewältigen können. Daher wollten wir mit dem Ideenwettbewerb wieder zum anpacken animieren und motivieren.
Unsere Themen
Eine der wichtigsten Neuerungen bei der zweiten Ausschreibung von
GENERATION-D betraf die Themenwahl. Die Wettbewerbskategorie "Bildung & Kultur" wurde neu eingeführt. Folgende Fragen dienten dabei wieder zur Anregung.
Arbeit, Wirtschaft & Umwelt
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Wirtschaft und Ethik
Wie lassen sich ökonomische Ziele mit ethischen Erfordernissen verbinden? Wie können wir Arbeitswelten so gestalten, dass der Mensch im Mittelpunkt steht? Wie können notwendige Einsparungen sozial verträglich umgesetzt werden? -
Mobilität und Verkehr
Wie kann trotz knapper Ressourcen ein hoher Grad an Mobilität gewährleistet bleiben? Welche Verkehrskonzepte können Ressourcen schonen? Wie können wir auch in einer wirtschaftlichen Krise die Klimaziele erfüllen? -
Nachhaltige Geschäftsideen
Wie können (neue) Geschäftsideen aussehen, die nicht nur den kurzfristigen Gewinn fördern? Durch welche Konzepte kann Nachhaltigkeit in der Wirtschaft gefördert werden? Welche Konzepte können zu einer stärkeren Akzeptanz der sozialen Marktwirtschaft beitragen? -
Innovative Arbeitswelten
Wie kann die Gestaltung von Arbeitsplätzen dazu beitragen, die Krise zu meistern? Wie können Unternehmenskulturen dem Bedürfnis von Arbeit, Leben und Familie gerecht werden? Welche Möglichkeiten eines "neuen" Zusammenarbeitens gibt es?
Bildung & Kultur
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Zukunftsweisende Bildungskonzepte
Wie können Bildungschancen für sozial Benachteiligte verbessert werden? Wie lässt sich die Leistungsfähigkeit unseres Bildungssystems steigern? Wie können Konzepte für lebenslanges Lernen aussehen? -
Kultur in einer ökonomischen Gesellschaft
Wie können sich Kulturprojekte finanziell tragen? Durch welche Konzepte kann sich Kreativität trotz ökonomischem Druck entfalten? Wie können kulturelle Einrichtungen trotz der Wirtschaftskrise überleben? -
Kunst als gesellschaftliches Potenzial
Wie können Kunstprojekte aussehen, die wesentliche gesellschaftliche Impulse geben? Welche gesellschaftlichen Impulse kann Kunst jeglicher Art geben? -
Persönliche Balance in der Leistungsgesellschaft
Wie lässt sich der Leistungsdruck in Schule, Ausbildung und Universität abfedern? Wie gelingt es, Arbeit und Familie besser zu vereinbaren? Wie lassen sich mehr Freiräume in unserer Leistungsgesellschaft schaffen?
Soziale Gesellschaft
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Gesundheit und Gesellschaft
Wie kann durch innovative Gesundheitskonzepte zusätzlicher Nutzen für die Gesellschaft entstehen? Wie können wir psychischen Krankheiten vorbeugen oder besser mit ihnen umgehen lernen? Welche Möglichkeiten gibt es, den Umgang mit chronisch Kranken und Sterbenden zu entkrampfen? -
Lebendige Demokratie
Wie kann Zivilcourage gestärkt werden? Wie kann man Menschen für ehrenamtliche Tätigkeiten gewinnen? Wie motiviert man Menschen dazu, sich für Politik zu interessieren oder sich politisch zu engagieren? -
Herausforderung des demografischen Wandels
Wie könnte das Zusammenleben der Generationen besser gestaltet werden? Wie kann der Lebensabend für ältere Menschen – egal, ob im Heim oder Zuhause – verbessert werden? Wie kann durch erhöhte Kinder- und Familienfreundlichkeit dem demografischen Wandel begegnet werden? -
Integration
Wie können wir dem Entstehen von Vorurteilen vorbeugen? Wie lassen sich Barrieren im Umgang mit behinderten Menschen abbauen? Welche Möglichkeiten sollten für Menschen am Rande der Gesellschaft geschaffen werden, damit sie sich (besser) einbringen können?
Mit Erfolg gestartet - Unsere Ergebnisse 2009
Unser Ziel ist es, junge Menschen zum Umdenken anzuregen und zum Mitanpacken zu motivieren. Wir wollten zeigen, dass nicht nur finanzstarke Unternehmen etwas verändern können, sondern dass dies für jeden Einzelnen möglich ist. Wir erwarteten dabei keine allumfassende Musterlösung, sondern wollten zeigen, dass auch kleine Ansätze viel verändern können.
101 Teams - dahinter stehen mehr als 450 Studierende - haben mit ihren Ideen und Vorschlägen dazu beigetragen, Deutschland neue Perspektiven zu geben.
Einen Überblick über alle eingereichten Projektideen gibt unsere Datenbank, die besten Einsendungen sowie die Sieger sind zudem im Bereich "Projekte" ausführlicher dargestellt. Weitere Informationen zu den Einsendungen bietet auch unsere kurze Auswertung (PDF-Download).
Ein unvergeßliches Treffen - die Prämierung in Berlin
Vom 21.-23. November 2009 luden wir die zehn besten Teams - unsere Finalisten - nach Berlin ein, wo ein vielseitiges, interessantes Programm auf alle wartete: In Workshops zu Fundraising, Projektmanagement und Unternehmensgründung halfen Experten mit wertvollen Tipps dabei, die Umsetzung der Ideen voranzutreiben. Viele Teilnehmende vernetzten sie sich mit potenziellen Mentoren, aber natürlich auch untereinander und fieberten gemeinsam beim "Führungstreffen Wirtschaft" der Süddeutschen Zeitung im Hotel Adlon der Bekanntgabe der Gewinner entgegen.

Zu einem ausführlichen Bericht zur Prämierung geht's im Newsbereich weiter.
Dokumente 2009
Auswertung der Einsendungen
Ausschreibung 2009 /Call for ideas (english version)
Laudatio von SZ-Chefredakteur Hans Werner Kilz, 20. November 2009



